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Aufwärmen

Einer der grössten Fehler, den man begehen kann, ist bei unregelmässigem Trainingsverlauf oder eben längerer Untätigkeit (wie in meinem Fall) sofort hart einzusteigen und den Körper enormen Belastungen auszusetzen. Vielleicht gibt es Sportler, die so etwas als „Schocktherapie“ anpreisen. Es gibt schliesslich für alles eine Meinung. Meine eigenen Erfahrungen haben gezeigt, dass brutaler Muskelkater, Schmerzen oder Verletzungen nicht unbedingt die Motivation steigern. Deshalb den Körper in den ersten Tagen ruhig aktivieren und daran gewöhnen, dass künftig Leistungssteigerungen auf ihn zukommen.

Im Fitnessstudio mühen sich viele zähneknirschend die ersten 15 bis 30 Minuten auf dem Fahrrad, Laufband oder Crosstrainer ab, bevor es ordentlich verschwitzt an die anderen Geräte geht. Entgegen dieser Herangehensweise habe ich mir vorgenommen, zahlreiche kurze Cardioeinheiten zwischen einzelnen Kraftübungen einzubauen. 5 Minuten pro Einheit oder eine Songlänge je nach Gefühl, sobald man merkt, dass der Körper etwas auskühlt oder bestimmte Partien gerade eine kleine Pause vertragen könnten. Die Abwechslung fühlt sich gut und richtig an.

Wer keinen Platz für ein Laufband oder das nötige Budget für ein qualitativ hochwertiges Fahrrad Ergometer in den eigenen vier Wänden hat, muss sich absolut keine Sorgen machen. Es geht auch ohne. Ein Rudergerät habe ich mir erst kürzlich zugelegt. Das Einsteigermodell der Marke Capital Sports gab es vergleichsweise günstig für 170 Euro zu bestellen. Das Segment steigert sich aber bei noch professionelleren Ausführungen durchaus in den vierstelligen Bereich was die anschaffungskosten betrifft. So viel würde ich gerade zu Beginn eurer Trainingsbemühungen nicht unbedingt ausgeben. Was die aufzubringende Zugkraft betrifft, lässt sich diese auf clevere Weise mit ergänzenden widerstandsbändern im Schwierigkeitsgrad steigern.

Generell könnt ihr euch für sämtliche Geräte einiges an Kosten für zusätzliche Gewichte beziehungsweise Hantelscheiben sparen indem ihr Widerstandsbänder einsetzt und kombiniert. Alles eine Frage der richtigen Technik. Was sich für mich persönlich ebenfalls gelohnt hat, war der Kauf einer Battle Rope. Die schweren Seile liegen nicht nur im Trend, sondern sind als Ganzkörpertraining ungemein effektiv. Im Einsatz Zuhause sollte man darauf achten, den Boden etwas zu Polstern. Das beugt Materialbeschädigungen sowie Lärmbelästigungen gleichermassen vor. Ich verwende beispielsweise eine Matratze aus dem früheren Kinderbett meines Sohnes. Der schläft mittlerweile in einem komfortablen Bett für grosse Jungs.

Für Seilspringen auf der Stelle nehmt ihr bitte ein Speed Rope, es sei denn, ihr wollt die heimische Einrichtung von Grund auf neu dekorieren. Wer sich unwohl fühlt, kann auch erst einmal mit klassischen Übungen wie Kniebeugen, Bergsteigen im Liegestütz oder dem aus dem Schulsport noch im Gedächtnis hängengebliebenen Hampelmann vorlieb nehmen. Das ist vollkommen Ordnung. Eigentlich gibt es keine Grenzen und ihr könnt euren Ideen freien Lauf lassen. Hört auf euren Körper und fühlt seine aktuellen Bedürfnisse.

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